Ob Badeanzug, Bikini, Sportleggings oder Sonnenhut – Lycra ist der Stoff, wenn es um Bade- und Sportmode geht. 🌊 In diesem Beitrag erklären wir dir alles, was du über dieses tolle Material wissen musst.
Was ist Lycra überhaupt?
Lycra ist eigentlich nur eine andere Bezeichnung für Elasthan. Im Sprachgebrauch werden damit auch Stoffe für Bademode, Sport- oder Tanzkleidung bezeichnet. Diese bestehen meistens aus Polyamid mit einem Elasthan-Anteil von 18 bis 30 Prozent – dadurch sind sie sehr elastisch und passen sich der Körperform perfekt an.
Was macht Lycra so besonders? ✨
Eine super angenehme Eigenschaft beim Nähen: Die Stoffkanten fransen nicht aus und müssen deshalb nicht zwingend versäubert werden. Außerdem ist Lycra bi-elastisch, also sowohl in Längs- als auch in Querrichtung sehr dehnbar. Das bedeutet: Du kannst die Schnittteile um 90 Grad drehen und beim Zuschnitt Stoff sparen.
Wie schneide ich Lycra am besten zu? ✂️
Wir empfehlen einen Rollschneider mit frischer Klinge und eine Schneidematte. Beim Zuschnitt solltest du den Stoff so wenig wie möglich bewegen und auf keinen Fall dehnen.
Welche Nadeln eignen sich am besten?
Am besten nimmst du eine Stretchnadel mit spezieller Spitze – sie verhindert, dass die Nadel von den Elasthan-Fäden gebremst wird und Fehlstiche entstehen. Die Stärke sollte 60 bis 75 Nm betragen. Auch Zwillingsnadeln gibt es speziell für Stretch-Stoffe.
Welche Maschine und Stichlänge?
Zum Nähen von Lycra ist eine Overlockmaschine ideal. Aber auch mit der normalen Nähmaschine klappt es wunderbar – wichtig ist nur, dass die Naht elastisch ist und sich mit dem Stoff mitdehnen kann.
Für Nähte, die wenig gedehnt werden, eignet sich ein Geradstich mit kleiner Stichlänge. Bei stark gedehnten Nähten ist ein kleiner Zick-Zack-Stich oder ein elastischer Stich empfehlenswert. Zum Absteppen von Kanten mit Gummiband eignet sich ein 3-fach Zickzack-Stich oder ein Geradstich mit Zwillingsnadel.
Welches Nähgarn ist geeignet?
Für Bademode empfehlen wir hochwertiges Garn aus Polyester (Stärke 120) – es ist haltbar, trocknet schnell und ist chlor- und salzwasserresistent.
Normales Gummiband oder Framilon?
Damit deine Badekleidung auch im nassen Zustand den nötigen Halt hat, brauchst du an bestimmten Stellen Gummiband. Herkömmliches Gummiband mit Textilbeschichtung wird mit der Zeit in Salz- und Chlorwasser brüchig – deshalb empfehlen wir entweder spezielles Badegummi oder Framilon.
Framilon ist unauffällig, dünn und transparent, aber auch etwas rutschig und erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl. Wenn es im gedehnten Zustand angnäht werden muss, fixiere zunächst die ersten 1–2 cm ohne Spannung. Badegummi ohne Textilbeschichtung ist dicker, in verschiedenen Breiten erhältlich und lässt sich etwas angenehmer vernähen.
Wie wasche ich Lycra?
Die Waschtemperatur ist entscheidend: Nicht über 30 Grad waschen! Bei höheren Temperaturen werden die Fasern durch die Hitze beschädigt und verlieren ihre Elastizität.
Was kann ich aus Lycra nähen? 🎨
Man denkt es kaum, aber die Möglichkeiten sind riesig: Sonnenhüte, Badeshirts, Badehosen, Bikinis, Badeanzüge, Sportleggings, Sporttops, Sport-BHs und Sportrocke – alles kein Problem mit Lycra!
Wir hoffen, du wagst dich jetzt mit diesen Tipps ans Abenteuer Lycra und zauberst dir oder deinen Kindern ganz tolle und individuelle Bade- oder Sportmode. Viel Freude beim Kreativsein! 😊
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